Facebook, facebook und noch mal facebook – es gibt einfach kein Entkommen mehr. Das haben mittlerweile auch schon viele Brands verstanden und springen auf den Social Media Zug auf. Neue Zeiten erfordern neue Herangehensweisen – Marken machen nicht mehr nur Werbung über die klassischen Kommunikationskanäle, sondern nutzen zusätzlich die Social Media Möglichkeiten. Im Falle von facebook sieht das ganz einfach aus. Eine Marke kann hier eine Fanpage einrichten, auf der sich die Fans dann offiziell als solche erkennbar machen, und dadurch ihre virtuelle Identität schmücken – eben wie im richtigen Leben, nur hat man hier das Nutella-Glas statt im Küchenregal im Online-Profil stehen. So weit so gut, stellt sich nur noch die Frage, ob das für alle Brands sinnvoll ist? Sollte jede Marke auf den Facebook-Zug aufspringen?
Schauen wir doch mal nach… Beispiel Pringles: Der Snack-Hersteller hat auf seiner offiziellen Facebook-Seite über 2,7 Millionen Fans und rangiert damit unter den Top 5 der Facebook-Seiten. Die Aussage hier lautet: „Pringles isn’t just a snack. It’s a way of life. Kick convention to the curb, and embrace your playful spirit. Everything pops with Pringles.“ Das nenne ich gutes Marketing. Die Fans lieben es, was ein Blick auf die Pinnwand beweist – Thumbs up!
Anderes Beispiel: Starbucks. Auch hier schlagen die Fans verbale Purzelbäume, wenn es darum geht zu beteuern, wie sehr sie ihren Mocha Frap lieben. Der Beweis für den Erfolg lässt sich in Zahlen messen: Mehr als 5,2 Millionen Fans sprechen hier für sich (und nicht zu vergessen für die Brand). Die Frage ist allerdings, ob das bei jeder Brand auf Facebook so aussieht? Was denkt ihr? Recht habt’s! Nedda! Schaut euch zum Beispiel mal die öde Leere auf der Kellog’s Seite an. Der erste Unterschied zu den erfolgreicheren Beispielen ist die Anzahl der Mitglieder, denn rund 600 Fans sind für Facebook-Verhältnisse ein Tropfen auf den heißen Stein. Warum es nicht mehr sind? Keine Wunder bei Null Diskussionen und Null Info auf der Seite. Ok, man könnte sagen: Diese Seite ist ja auch von Fans eingerichtet und nicht von Kellog’s selbst, so wie Starbucks und Pringles. Klar, ich sehe das auch so. Da hat Kellog’s ganz einfach den Zug verpasst und steht jetzt wie eine der fünf törichten Jungfrauen da, ganz ohne Öl in der Lampe. Tja. Muss ja nicht sein.
Ein besseres Beispiel für eine gelungene Eigeninitiative von Fans ist Nutella. 3,3 Millionen Fans – Wahnsinn! Und die Diskussionen laufen heiß. Nutella oder Sex…? Lest selber mal! Ist witzig.
Ok, was also schließen wir daraus?
1. In facebook steckt noch unheimlich viel ungenutztes Potenzial für Marken. Die User stecken voller noch ungesagter Werbebotschaften – und das Beste daran, die sind alle freiwillig und total authentisch. Eine bessere Werbung gibt es gar nicht für Brands. Der Blog Bigtrends hat sogar Zahlen eruiert: 65 Prozent sagen, ihre Begegnung mit einer Marke im Netz habe ihre Meinung über die Marke total verändert. 97 Prozent meinen sogar, diese Online-Erfahrung habe ihr Kaufverhalten tatsächlich beeinflusst. Wow!
2. Wann funktioniert das Prinzip bei Facebook? Ich habe eine Beobachtung gemacht und die möchte ich euch gerne verraten. Besonders gut funktionieren offensichtlich Fanseiten, die emotional an die ganze Sache herangehen. Denn das ist letztendlich der Kern: Ich als User verbünde mich nur dann öffentlich mit einer Brand, wenn ich so überzeugt davon bin, dass ich am liebsten abends im Bett damit kuscheln würde. Und das soll, nein muss jeder wissen. Ich liebe meine Brand! Schaut alle her! Ich bin meine Brands bei facebook!
Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr!
















