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Liebe Leser, heute haben wir zur Abwechslung mal ein Interview zum Thema “Wie baue ich eine Community?”. Wir haben nachgefragt, und zwar bei Union Investment. Frau Nicole Schaube, tätig in den Bereichen Vermarktungsmanagement und Online-Plattformen, hat uns mutig Rede & Antwort gestanden. Entstanden ist ein spannender Beitrag…

1. Frau Schaube, Sie arbeiten gerade an einer Community-Plattform. Was wird das Thema sein?

Wünsche, Träume, Ziele – große und kleine und am Ende die Frage: Wie kann ich das erreichen, wovon ich träume? Ein, wie ich finde, spannendes Thema, bei dem auch jeder mitreden kann. Denn wer träumt nicht von irgendetwas?
Die Frage ist doch nur immer wieder: Wie schaffe ich es denn eigentlich, aus Träumen Realität werden zu lassen? Der Schritt vom Träumen zum Loslegen ist der schwierigste und da setzen wir mit der Community – die übrigens finzz.de heißen wird – an: Irgendwo da draußen gibt es bestimmt noch ein paar andere, die ähnliche Wünsche haben wie ich. Und die vielleicht auch schon eine Idee haben, wie sie die Sache angehen wollen. Am Ende steht gerade bei größeren Träumen dann auch immer die Frage nach dem Geld; die wenigsten Träume sind “kostenfrei”. Über Geld spricht man aber nicht gerne – außer auf finzz.de, denn da muss man sich weder für fehlendes Geld schämen, noch wird man mit wüstem Neid überschüttet, wenn man es zu Geld gebracht hat.

2. Welche spezielle Aufgabe innerhalb des Teams fällt Ihnen dabei zu?

Offiziell würde man wohl sagen: das Projektmanagement. Das mache ich zusammen mit meinem Kollegen Matthias Schäfer. Da unser Team aber genau aus uns beiden besteht, fällt uns auch so ziemlich jede andere Aufgabe zu … die wir uns ganz kollegial teilen ;-)

3. Was war der ausschlaggebende Grund für den Entschluss eine Community ins Leben zu rufen?

Stark vereinfacht gesagt steckt eine Studie zum Thema Investmentkultur dahinter. Diese Studie beschäftigt sich mit der Frage: Wie ist es in der deutschen Bevölkerung um das Wissen und die Motivation in Sachen Investment bestellt? Das Ergebnis für die privaten Haushalte war damals ziemlich ernüchternd. Geldanlage ist bei uns ein Thema, das bestenfalls langweilig, oft genug auch einfach nur tabu ist. Kaum jemand beschäftigt sich freiwillig oder sogar gerne mit dem Thema Geld, auch wenn den meisten durchaus bewusst ist, dass sie sich im eigenen Interesse mehr um ihre Geldanlagen kümmern müssten. Mal ganz ehrlich: Der Aufrag quälte mich am Anfang ziemlich. Kann ein Internetportal erfolgreich werden, das sich um ein Thema dreht, mit dem sich niemand beschäftigen möchte?Aber worüber denn dann sprechen? Über Wünsche ,Träume und Ziele – und die kosten nun einmal meistens Geld. Damit hatten wir unser Thema gefunden und den Bogen geschlagen. Aber wir wollten den Nutzern keine vorgekauten Weisheiten bereitstellen, wir wollten sie dazu bringen, dass sie miteinander reden, voneinander lernen. Und so entstand die Idee einer Community – übrigens eine Plattform, die zwar von Union Investment unterstützt wird, auf der aber keinerlei Produktwerbung stattfinden soll. Wir wollen eine unabhängige Community aufbauen und das ist auch im Unternehmen beschlossene Sache.

4. Können Sie uns einen kleinen Einblick in den Entstehungsprozess einer Community geben? Wo fängt man an?

Unsere Botschaft war ja vorgegeben: Die Beschäftigung mit Geldanlage kann auch Spaß machen! Als Zielgruppe hatten wir für uns die jungen Erwachsenen entdeckt, denn mit dem ersten Gehalt, mit der Frage, wie man sein Studium finanziert, eine Familie gründet oder die Eigentumswohnung abzahlen kann, beschäftigt man sich zwangsläufig mit dem Thema Geldanlage. Und auch mit den eigenen Zielen und Träumen …

Blieb noch zu klären, wo wir genau diese Jungs und Mädels treffen können. Und die Antwort kam schnell: im Netz, in Foren und Communitys. Zunächst dachten wir an Kooperationen mit den bekannten Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ. Aber wir fanden keinen wirklichen Anknüpfungspunkt und entschlossen uns dann, eine eigene Community – eben finzz.de – zu gründen. Was für die Zukunft keinesfalls ausschließt, dass sich nicht doch Zusammenarbeiten ergeben können.

5. Ab wann können wir Ihre Community besuchen?

Darauf kann ich ausnahmsweise ganz kurz und knapp antworten: Im Dezember soll finzz.de starten und nach einem “leisen Auftakt” rühren wir dann ab Anfang 2010 die Werbetrommel.

Vielen Dank für das Interview, Frau Schaube.

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